Österreich siegt bei der Flag Football EM in Frankfurt

Tackle1Frankfurt (24.06.07) – Nach einem spannenden Turnier mit tollen Spielen sicherte sich Österreich den Titel bei der Flag Football Europameisterschaft, die in Frankfurt im Rahmen des Yello Strom World Bowl XV ausgetragen wurde.

Nach der Gruppenphase am Freitag standen am Samstag die Halbfinals an, in denen Spanien auf England und Österreich auf Italien traf.

Team Austria musste dabei gegen die Italiener an die Grenzen gehen und bis zum Schluss bangen. Am Ende hieß es 19:13 für Österreich. Nicht ganz so spannend ging es in der anderen Partie zu, bei der die spanische Mannschaft den Engländern ihre erste Niederlage beibrachten. Das gewohnte Passspiel der Briten funktionierte bei heftigem Regen nicht wie gewohnt, so dass die Iberer ein ums andere Mal eine Interception bejubeln konnten. Spanien zog mit dem 48:26 als zweite Mannschaft ins Finale ein.

Dort gab es eine Neuauflage des Spiels aus der Gruppenphase. Die Spanier wollten Revanche für die 13:28-Niederlage und hatten den besseren Start. Zur Halbzeit sah es beim Stand vom 19:13 so aus, als ob die Iberer ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen würden. Nach der Pause drehten die Österreicher aber richtig auf und machten Touchdown nach Touchdown. Als die letzten Sekunden ausgelaufen waren, kannte der Jubel nach dem 34:25-Erfolg bei Team Austria keine Grenzen. Der Frust der Spanier hielt sich in Grenzen, schließlich fahren auch sie mit zur Weltmeisterschaft nach New Orleans.

Das dritte Ticket für die WM löste England durch einen Sieg gegen Italien.

Europa-Koordinator Bernd Lapp: „Wir haben sehr viele gute Spiele gesehen und sicherlich auch das ein oder andere große Talent. Es war ein tolles Turnier, dass gerade die Teilnehmer nicht so schnell vergessen werden. Flag Football nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Das sieht man vor allem daran, dass wir mit Finnland und Dänemark erstmals auch Teilnehmer aus den skandinavischen Ländern hatten. Ich bin durchweg zufrieden – nur das Wetter hätte besser sein können.“

Stimmen zum Turnier:

Jürgen Gatterbauer, Head Coach Österreich: „Wir sind sehr glücklich. Gegen Italien hatten wir durch den Regen keine guten Aktionen in der Offense. Die Interception hat uns wieder zurück ins Spiel gebracht. Gegen Spanien haben wir die erste Halbzeit total verschlafen. Dann haben wir aber eine super Moral gezeigt. Was die Offense in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, war ein Gedicht.“

Jordi Sanchez, Head Coach Spanien: „Es ist super, dass wir mit zur Weltmeisterschaft fahren können. Das gibt uns die Chance, gegen viele andere Nationen zu spielen, was sicherlich eine schöne Erfahrung sein wird. Auf der anderen Seite sind wir natürlich auch traurig, dass wir das Finale verloren haben.“

John Tait, Head Coach England: „Was für ein tolles Turnier für uns! Leider haben wir das Halbfinale verloren, aber dann haben wir noch einmal alles gegeben und gegen Italien wieder sehr gut gespielt. Die Mannschaft hat sich gegenüber des letzten Jahres noch einmal enorm verbessert. Und jetzt geht es nach New Orleans - Wahnsinn!“

Zardin G. Paulo, Head Coach Italien: “Ich war wirklich überrascht von meiner Mannschaft. Ich bin hier hingekommen, um nicht Letzter zu werden und jetzt haben wir den vierten Platz geholt. Leider reicht das nicht für eine Medaille oder die Qualifikation zur WM, aber ich bin gar nicht so traurig. Von den ersten Dreien sind wir leistungsmäßig doch ein ganzes Stück entfernt.“

Patrick Krause, Coach Deutschland: „Wir wollten gegen Finnland einfach noch einmal schön spielen und haben noch verschiedene Spielzüge ausprobiert, die wir bisher nicht gezeigt hatten. Für die Mannschaft ist es wichtig, dass wir einen guten Abschluss bei diesem Turnier haben. Die Frustration war nach dem Ausscheiden doch sehr groß. Wir wollten heute auch noch einmal für die mitgereisten Eltern und Zuschauer ein starkes Spiel machen. Das ist uns gelungen.“

Harri Jokela, Coach Finnland: „Wir sind total begeistert. Von der Stimmung, von der Organisation, von den anderen Teams. Der sechste Platzt spiegelt unsere Leistungen ganz gut wider. Mein Team besteht aus Basketballern, Fußballern, Handballern, die bisher nur in der Freizeit ein wenig Flag Football gespielt haben. Vielleicht ändert sich das ja jetzt. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen.“

Robert von Gerhardt, Head Coach Niederlade: „Ich bin hellauf begeistert von diesem Turnier. Es hat alles hundertprozentig funktioniert. Was ihier auf die Beine gestellt wurde, ist unglaublich. Die Kids hatten richtig viel Spaß, aber der siebte platz ist für uns natürlich auch ein wenig enttäuschend. Aber meine Spieler haben gelernt, dass man seinen Ärger kontrollieren muss. Ärger führt zu nichts.“

Sören Mathiasen, Head Coach Dänemark: „Auch wenn wir alle Spiele deutlich verloren haben, wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Und wir haben gelernt, dass man hart an sich arbeiten muss, um auf diesem Level mithalten zu können. Diese Erfahrung können wir in die weiteren Turniere mitnehmen. Es war sehr schön, sich mit den anderen Trainern zu treffen und auszutauschen.“

Ergebnisse Platzierungsspiele:

Finale: Österreich – Spanien 34:25

Spiel um Platz 3: England – Italien 40:12

Spiel um Platz 5: Deutschland – Finnland 64:06

Spiel um Platz 7: Niederlande – Dänemark 62:07